Der Monat der Frauengeschichte: Rose Kushner

„Know Your Lemons“ würdigt den Monat der Frauengeschichte. Foto von Rose Kushner mit dem Text: Bevor Rose auftauchte, war es üblich, dass Frauen ohne ihre Zustimmung oder ihr Wissen eine Brust entfernt wurde.

Psychologin, Lehrerin, investigative Journalistin, medizinische Autorin, Ehefrau und Mutter – das sind nur einige der Rollen, die Rose Kushner im Laufe ihres Lebens innehatte.

Als bei ihr 1974 im Alter von 45 Jahren Brustkrebs diagnostiziert wurde, kämpfte Rose dafür, das Bild von Brustkrebs in ihrer Zeit zu verändern. Kushner sprach mit 19 Chirurgen, bevor sie einen fand, der bereit war, ihrem Wunsch nach einer diagnostischen Biopsie nachzukommen und die beste Behandlungsmethode mit ihr zu besprechen.

In den 1970er Jahren war es gängige Praxis, dass Ärzte eine Brust nach der Feststellung eines bösartigen Tumors sofort entfernten, ohne die Patientin zu befragen. Rose setzte dieser Praxis mithilfe ihrer Fähigkeiten als Journalistin und medizinische Autorin ein Ende; ihre Recherchen veranlassten sie, sich gegen die damals übliche Behandlungsmethode zu stellen.

Sie gilt als die Person, die den größten Einfluss auf die Abschaffung dieser Praxis hatte, und wurde zu einer führenden Stimme und Aktivistin im Kampf gegen Brustkrebs. Sie verfasste sieben Bücher zu diesem Thema und wirkte maßgeblich an einem Gesetzentwurf des Kongresses mit, der die Übernahme der Kosten für Vorsorge-Mammographien durch Medicare genehmigte.

Kushner erkannte zudem, dass nicht alle Frauen Zugang zu den medizinischen Fachzeitschriften hatten oder diese verstehen konnten, in denen das notwendige Wissen über Brustkrebs vermittelt wurde. Sie fasste das Gelernte in Informationsblättern, Artikeln und Büchern zusammen.  

In ihrem Buch„Brustkrebs: Eine persönliche Geschichte und ein investigativer Bericht“ schrieb sie:

„Das Ziel dieses Buches ist es, aufzuzeigen, dass wir Frauen frei, gut informiert und uns der Lage voll bewusst sein sollten, wenn es an der Zeit ist, eine Entscheidung zu treffen, damit wir diese selbst treffen können. Es geht um unser Leben, nicht um das eines Chirurgen.“ 

Rose Kushner wurde posthum mit dem James-Ewing-Preis der Society of Surgical Oncology für herausragende Beiträge einer Laienpersönlichkeit im Kampf gegen den Krebs ausgezeichnet. Außerdem erhielt sie 1980 und 1985 Auszeichnungen von der American Medical Writers Association für ihre Bücher und Artikel zum Thema Brustkrebs. Die American Cancer Society ehrte sie 1987 mit ihrer Ehrenmedaille und 1988 mit ihrem Courage Award.

Wir würdigen ihr Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz, mit denen sie den Weg für Aufklärungsarbeit und Bildungsinitiativen geebnet hat.

Quellen: https://www.ohsu.edu/womens-health/women-who-inspire-us-rose-kushner

https://en.wikipedia.org/wiki/Rose_Kushner#Awards_and_recognitions


Zu Ehren des Monats der Frauengeschichte haben wir 2 weitere erstaunliche Frauen hervorgehoben. Wenn Sie mehr über einflussreiche Frauen im Bereich Brustkrebs lesen möchten, klicken Sie hier.

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